CALOPEZZATI

Calopezzati ist Teil der Sibaritide, die im Nordosten von Kalabrien liegt. Der Ort wurde im frühen vierzehnten Jahrhundert gegründet und eine kürzliche Renovierung hat ihn aufgewertet zu einem Zentrum mit einem schönen Panorama auf das Meer, das nur wenige Kilometer entfernt ist. Seine antiken Monumente repräsentieren die Geschichte dieser kleinen Stadt, 217 m ü. M., mit Blick auf die ionische Küste. Das Schloss der Grafen Giannone, das Kloster der Reformierten, die Pfarrkirche, die Kirche der Schmerzensreichen und die Altstadt machen den Ort reich an Geschichte und Antiquitäten. Calopezzati hat etwa 1214 Einwohner. Hauptsächlich wird Landwirtschaft betrieben, produziert werden Wein, Öl, Zitrusfrüchte, Mais, verschiedene Gemüse und Früchte der Saison sowie Honig. Beachtlich ist auch die Rinder- und Schafzucht. Es gibt aber auch kleine Industrien, Handwerk und Gewerbe. Der Tourismus ist ein sehr wichtiger Bestandteil für den Ort. Den italienischen und ausländischen Touristen, die sich vor allem im Sommer in Calopezzati aufhalten oder unsere Gegend besuchen, stehen viele Angebote zur Verfügung.


Städtepartnerschaft
Vor kurzem fanden zwischen der Gemeinde Calopezzati und der Gemeinde Sundern (Nordrhein-Westfalen) Begegnungen und gegenseitige Besuche statt, um die Grundlage für eine Städtepartnerschaft (oder Pakt der Freundschaft) zwischen den beiden Gemeinden zu schaffen. Anlass war die 50-jährige Emigration von Calopezzatesi in diese Stadt, wo sie noch leben und arbeiten und wo sie erstklassige Aktivitäten geschaffen haben und damit einen Beitrag zur Entwicklung dieser Gemeinschaft geleistet haben. Im Juni 2009 wurde offiziell die Städtepartnerschaft zwischen den beiden Gemeinden unterschrieben.

Das historische und künstlerische Erbe

Die Pfarrkirche S. Maria Himmelfahrt
gewidmet der Madonna, ist dreischiffig und hat auf dem Hochaltar ein Altarbild mit der Madonna Achiropita, gemalt im Jahre 1728, ein Gemälde der Madonna del Rosario, gemalt von einem Anhänger Solimenas, sowie auch hölzerne Statuen von Maria Magdalena, vom Hl. Josef und von der Kreuzabnahme, die aus der Kirche der Schmerzensreichen kommen. In der Sakristei befinden sich silberne Becher und Monstranzen, Werke von neapolitanischen Goldschmieden aus dem 18. Jahrhundert.
Der Taufstein befindet sich im linken Seitenschiff der Kirche. Er ist aus Stein gehauen und auf dem Sockel stehen Säulen im orientalischen Stil, die wie eine Balustrade das Gebiet des Brunnens begrenzen. Das Familienwappen der Sambiase lässt das Alter des Taufsteins (17. Jahrhundert) bestimmen.

Das Schloss
Wurde im 13. Jahrhundert von einer Festung in ein Schloss umgewandelt. Es wurden mehrere Umbauten vorgenommen, sei es wegen veränderter defensiver Strategien oder wegen des Prozesses der architektonischen Entwicklung, da die verschiedenen Herren das Schloss sowohl als Festung wie auch als repräsentatives Haus haben wollten. Gleichwohl hat es die Zeichen, die seine typische Staufen -Architektur charakterisieren wie die starke Raumverteilung und die vier Türme, die auf viereckigen Basen leicht hängen, intakt gehalten. Noch erhalten und intakt ist der ursprüngliche Eingang an der Nord-Ost Fassade mit dem schönen Treppenturm und dem beweglichen Durchgang, wesentliche Merkmale der mittelalterlichen Architektur. Im 16. Jahrhundert wurden die Einrichtungen in der Höhe reduziert, die Türme wurden mit Zinnen versehen, der Zugang zum Dorf wurde geändert durch Verlegung des Grabens.

Die Kirche der Schmerzensreichen
Grenzt an das Schloss an, aber sie verdient eine Erwähnung, weil sie ein Bauwerk von hohem kulturellem und künstlerischem Wert ist. Es ist nur wenig bekannt über ihre Entstehung, aber es waren sicherlich die Sambiase, die ihr große Würde gaben durch die Öffnung des aktuellen Portals zum Platz hin, durch das Aufrichten des Glockenturmes und vor allem durch die Ausstattung. Victoria Sambiase Piccolomini d'Aragona, die ihren Mann Alfonso und ihre Tochter Anna Maria dort begraben hatte, ließ die Kirche weiter verschönern. Das Altarbild, das die ganze Wand bedeckt, ist kunstvoll in Holz geschnitzt und mit Gold beschichtet. Es ist ein Werk der Meisterschnitzer und Stuckateure der neapolitanischen Schule und bleibt eines der reinsten Beispiele der Kunst des Rokoko in Kalabrien. Die äußerst kostbaren hölzernen Statuen mit denen die Kirche ausgestattet war, stammten vermutlich aus der gleichen Zeit, wurden aber später in die Burg verlegt.


Das Kloster der Reformierten
Es ist die zweite architektonische Besonderheit der Stadt. Es wurde nach dem Entwurf des Joannes Campitellus von Prinz Bartholomew Sambiase gebaut, der es errichten ließ als Ausdruck seines Ansehens, trotz des Einspruchs der apostolischen Kirche. Clement XI, persönlich gebeten, genehmigte die Eröffnung im Jahre 1702. Als Empfänger wurden die Minoriten des Hl. Franziskus von Assisi (Reformierte) benannt. Das Kloster wurde durch die napoleonischen Gesetze aufgelöst und dem Krankenhaus S. Giovanni in Dio von Rossano zugeschrieben. Es wurde später Privateigentum, als der italienische Staat durch öffentliche Versteigerungen im Jahr 1866 die kirchlichen Besitztümer auflöste.

Die Ruine der Kirche St. Maria delle Grazie
Kleine Kirche außerhalb der Mauern am Anfang des alten Saumpfades in Richtung Crosia. Über ihre Ursprünge und ihre Geschichte, die umfangreiche Nachforschungen verdienen würden, ist nichts bekannt. Erwähnenswert ist das schöne Portal, zuzurechnen dem 15. Jahrhundert.

© Copyright Agriturismo Il Contadino di Roberto Arci, p.iva: 01040260786
Localitą Vigne - 87060 – Calopezzati (CS)